Yeah! Wir haben die Gose Elbe "bezwungen". Das ist er nun geworden, der erste Fluß, den wir mit unserem ONAK von den ersten Metern bis zur Mündung bepaddelt haben. Zuerst der untere Lauf, dann der obere Lauf, erwartete uns jetzt das Mittelstück, quasi das Filet, zum großen Finale. Die 7 Kilometer Rest-Distanz sind am Ende ja eben doch ausgewachsene 14 Kilometer geworden - und damit auch die bis dahin längste Tour im ONAK.
Die Wettervorhersage versprach gutes Klima. Windstille und leichte Bewölkung bei 20 Grad. Für Hamburg eigentlich ein echter Hochsommertag. Los ging es wieder an dem Steg bei der Hein-Wulff-Brücke und diesmal dann eben flußabwärts.
Die Gose Elbe windet sich in diesem Abschnitt sehr stark, so dass man sehr abwechslungsreiche Perspektiven auf die begleitende Landschaft bekommt. Pferdekoppel und Kuhweiden begrenzen den Fluß ebenso, wie Schilfgürtel, Waldabschnitte und Gehöfte.
Nach nur etwa 2 Kilometern kreuzte eine in keinen Karten eingezeichnete Brücke unseren Weg. Da guckten wir nicht schlecht, denn die Brücke hatte auf den ersten Blick nur eine Durchfahrtshöhe von der Höhe unseres ONAKs. Und das blieb auch auf den zweiten Blick dabei. Auf einem Foto kannst du ganz gut sehen, wie wir da durch gekommen sind: flach hinlegen und sich mit den Händen unter der Brücke hindurch hangeln.
Während wir von Kühen, Pferden und Schwänen immer argwöhnisch beobachtet wurden, interessierten sich die in den Nachmittagsstunden "auftauchenden" Nutrias irgendwie so gar nicht für uns. Wir konnten mit dem ONAK ganz nach an sie heran driften und ihnen beim Futtern zusehen. So entspannt, wie die Biberratten auf uns reagierten, so locker tourten wir in den drei Stunden über´s Wasser und genossen die Ruhe, Abgeschiedenheit und das leise plätschern des Wassers an unserem Bug.
An den Tagen danach hielt die Tour noch eine kleine Nachwehe für mich bereit: da waren offenbar Muskeln im Spiel, die hat die Evolution bei mir noch gar nicht auf dem Zettel gehabt.
wie gemalt: in weiten Abschnitten dicht bewachsenes UferSpieglein, Spieglein: die Reflektionen waren beeindruckendangstbefreit: Nutrias ließen sich von uns weitgehend nicht beeindruckenskeptisch: ihm schwante nichts Guteseintöniges Blau: zum Glück ist die Landschaft schön :-)guckt cool: eine Kuh.knappe Sache: wir mußten uns samt Kanu ganz schön flach machenStart & Ziel: die Hein-Wulff-BrückeDie Tour im Überblick
Eine kleine Premiere gab´s auch in digitaler Form: Ich habe unseren Ausflug diesmal mit Strava aufgezeichnet und die Daten anschließend von Relive in eine hübsche 3D-Flugsimulation verwandeln lassen. Das sieht von oben aber nicht halb so schön aus, wie aus der Wasserperspektive.
https://www.youtube.com/watch?v=3-NjrduyjLU